Verein Sterbehilfe versinkt im Streit: Einer gegen alle

Der Journalist Thorsten Fuchs vom RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet über die Ereignisse bei der Mitgliederversammlung in Zürich am vergangenen Montag.

Der Verein befindet sich derzeit in einer internen Führungs- und Strukturkrise. Im Zentrum steht ein offener Konflikt zwischen dem Präsidenten Roger Kusch und der Mehrheit der übrigen Vorstandsmitglieder sowie der Geschäftsführung und der Geschäftsstelle.

Roger Kusch ist Gründer und langjähriges öffentliches Gesicht des Vereins. Sein Einsatz für die rechtliche Anerkennung der Suizidhilfe in Deutschland hat die Entwicklung des Vereins und die öffentliche Debatte wesentlich geprägt. Gleichzeitig war seine Rolle über viele Jahre hinweg auch Gegenstand kontroverser Diskussionen.

Der Artikel von Thorsten Fuchs berichtet über schwerwiegende Meinungsverschiedenheiten in den vergangenen Monaten, insbesondere hinsichtlich Führungsstil, Entscheidungsprozessen, Zuständigkeiten und Einzelfallbewertungen. Mehrere Vorstandsmitglieder und Mitarbeitende haben eine belastete Zusammenarbeit kritisiert.

Die Auseinandersetzung führte zu widersprüchlichen Einladungen, unterschiedlichen Rechtsauffassungen zur Gültigkeit von Versammlungen sowie zu organisatorischen Alleingängen. Dadurch entstand bei vielen Mitgliedern nachvollziehbare Verunsicherung.

Der Verein stellt klar: Die operative Arbeit — Beratung, Begleitung und medizinisch begleitete Verfahren — wird unabhängig von diesen Konflikten verantwortungsvoll fortgeführt. Ziel aller weiteren Schritte ist eine rechtssichere Klärung der Organstruktur sowie eine Stabilisierung der Vereinsführung.

Über weitere Entwicklungen werden die Mitglieder transparent informiert.

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