Streit um die Rolle von Ärzten am Lebensende

Streit um die Rolle von Ärzten am Lebensende

Katholisch.de berichtet über die Debatte, die die Rolle einer Ärztin oder eines Arztes bei einem assistierten Suizid definieren sollte.

«Der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach forderte Rechtssicherheit für Ärzte. Ein neues Gesetz müsse so klar sein, dass auch die Kammern es nicht umgehen könnten. „Die Frage, ob ein Arzt seinem Gewissen folgen darf, um schwerst­kranken Menschen unter großem Leidensdruck zu helfen, darf nicht davon abhängig sein, wer gerade Präsident einer Ärztekammer ist“, so Lauterbach.»

Jede Suizidassistenz, die durch den Verein Sterbehilfe erfolgt, ist ärztlich assistiert. Ein Arzt oder eine Ärztin erstellt ein Gutachten, in dem die Freiverantwortlichkeit des suizidwilligen Mitglieds festgestellt wird. Ausserdem wird ein Rezept mit den erforderlichen Medikamenten, die zum Tode führen, von einem Arzt erstellt. Die Suizidassistenz wird jedoch nicht von einem Arzt begleitet, sondern von einem Mitarbeiter oder Mitarbeiterin des Vereins, der/die das Mitglied während seiner Mitgliedschaft betreut hat.