Der Tod kann nicht so einfach verboten werden

Der Tod kann nicht so einfach verboten werden

Bundestagsabgeordnete planen eine Wiederauflage des vom Verfassungsgericht gekippten Strafgesetzes. Aber für Strafe ist hier kein Raum. Ein Kommentar von Jost Maller-Neuhof

Zu den Jahresbilanzen, die eher wenig Schlagzeilen machen, gehören die von assistierten Suiziden. Die vom „Verein Sterbehilfe“ etwa, mit Sitz der Geschäftsstelle in Zürich und einem „Deutschlandbüro“ in Hamburg. Die 1200 Vereinsmitglieder können sich nach Prüfung ihres Sterbewunsches oral oder intravenös in den Tod befördern lassen. 

In 129 Fällen ist dem auf dem Gebiet der Bundesrepublik entsprochen worden, meldet der Verein in seinem „Jahresrückblick in Zahlen“. Das jüngste Mitglied sei 18, das älteste 99 Jahre. Frauenanteil: 56 Prozent. Acht Verstorbene galten als „gesund“. Bemerkenswert: „Sieben Doppelsuizide von Ehepaaren, die ihr Leben gemeinsam beenden wollten.“

Muss man das stoppen? In diese Richtung geht der erste Vorstoß zur Neuregelung der Sterbehilfe in der neuen Legislaturperiode.