Das Angebot der Suizidhilfe sei ein unmoralisches Angebot

Das Angebot der Suizidhilfe sei ein unmoralisches Angebot

Thomas Stillbauer schreibt in Frankfurter Rundschau: «Über Konsequenzen aus dem vielbeachteten Urteil gegen den Paragrafen 217 StGB diskutierten Fachleute aus Kirche, Ethik und Medizin auf Einladung des Domkreises Kirche und Wissenschaft im Frankfurter Haus am Dom.» Was er nicht schreibt ist, dass die meiste Ethikfachleute selber Kirchenanhänger sind.

Die Narrativen der Kirche bleiben seit Jahren gleich, mit Angstmacherei als Leitmotiv. Suizidhilfe als ‚grosse Gefahr‘ bezeichnet Stephan Sahm vom Frankfurter Institut für Geschichte und Ethik in Medizin und sagt: «Das Geschäftsmässige schafft einen Eindruck von Normalität. Er erwartet Tausende zusätzliche Suizide.»

In einem Punkt hat er Recht. Das Geschäftsmässige schafft einen Eindruck von Normalität, denn Suizidhilfe wird ihre Position in der deutschen Gesellschaft finden. Er täuscht sich in seiner Erwartung tausender zusätzlichen Suizide; unser Verein hat seit dem Urteil bis heute in 24 Fällen beim Suizid geholfen.